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Mitarbeiter von eßkultur Berlin

Claude - Rüblikuchen aus Kamerun

aus Kamerun, bei eßkultur seit 2014

Claude kommt aus Bamenda, der drittgrößten Stadt in Kamerun. Hier ist er aufgewachsen, in die Schule und danach an die Universität zum Studieren gegangen. In Bamenda hat seine Mutter für ihn, seine drei Schwestern und drei Brüder Karottenkuchen zum Geburtstag gebacken.

Der Rüblikuchen kommt aus der Schweiz. Vor langer Zeit wurde er da, im nördlichen Aargau, von den Einwohnern entwickelt. Das älteste gedruckte Rezept stammt aus dem Jahr 1892. Die Region rund um Aarau trägt den Beinamen "Rüeblikanton".

Wie das Rezept von Aarau nach Bamenda kam, ist noch komplett ungeklärt. Klar ist aber, dass der Karottenkuchen bei eßkultur genau so schmeckt, wie der Karottenkuchen, den Claude zum Geburtstag bekam, nur gab es in Kamerun keine Creme obendrauf!

Wie Claude zu eßkultur kam, ist geklärt: Mit 24 ging er nach Chongqing, eine Millionenstadt in China. Er unterrichtete Englisch und lernte Chinesisch, und zog dann nach einem kurzen Abstecher nach Bamenda weiter nach Berlin zum Studium: Umweltmanagement. Bei uns nimmt er das Spültuch in die Hand. Sein Studium hat er zügig abgeschlossen, aber es gibt noch mehr zu studieren. Claude studiert weiter und bleibt bei uns, wechselt den Spülschwamm gegen das Küchenmesser, wäscht Salate, schält Karotten für den Kuchen, brät Bouletten und studiert Klimaschutz. Ein Superkollege, wir lieben ihn alle. Er schaut den Köchen auf die Finger und lernt neben seinem Studium kochen und Deutsch. Claude hat echt schon viel gesehen von der Welt... wie der Karottenkuchen.

Karotten sind eben nicht nur gut für die Augen, sie machen auch weltoffen und klug!