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wer isst was wann wo mit wem warum?

Rhabarber

 

GEMÜSERÄTSEL I NOVEMBER 19

Aus gegebenem Anlass ist das Gemüserätsel im November recht kurz. Wir suchen ein Gemüse mit „E“, es ist goldgelb und duftet manchmal nach Aprikose. Es schmeckt uns und wächst um uns herum, im November. Ein Tipp: Es ist nicht die gelbe Erbse.

Diesen Monat können Sie einen Gutschein für Kaffee und Kuchen für sich und eine Begleitperson in unserem schönen KAFFEE! in Dahlem gewinnen. Schicken Sie uns einfach eine Email mit Ihrer Lösung an info@esskultur-berlin.de.

 

GEMÜSERÄTSEL | OKTOBER 19

 

In Deutschland löst Gerhard Schröder Helmut Kohl ab, die Rechtschreibreform wird eingeführt, die Franzosen werden Fußball-Weltmeister, die Welt interessiert sich für die Lewinsky-Affäre. Es ist ihr Jahr, das Jahr unseres Oktober-Gemüses. Vielleicht gab es sie bei der einen oder anderen Siegesfeier in Frankreich zu essen, wirklich beliebt ist sie allerdings nicht. Und bei der Lewinsky-Affäre in Amerika spielte sie definitiv keine Rolle. Man sollte ihr mehr Respekt zollen, bereits vor 6000 Jahren wurde sie angebaut, und sie war lange Zeit Grundnahrungsmittel in Europa. Heute hat sie nur wenige Freunde: In Westfalen kenne ich jemanden, und in Apulien. Franzosen kenne ich persönlich nicht so viele, aber ich weiß, dass sie in Frankreich auch noch ein paar Freunde hat, und in Griechenland.Eine Imagekampagne könnte ihr helfen, vielleicht könnten wir ihr gemeinsam einen neuen Namen geben, etwas durch und durch Positives, in der Art von Superfood. Irgendeinen Namen, der aber mit D anfangen muss, weil wir ja im Oktober ein Gemüse mit D suchen... Einen Namen, der Gesundheit und Stärke, Schönheit und Vitalität verspricht. Mit all ihren derzeitigen Namen jedenfalls wird sie nur von Menschen mit Humor geschätzt.

         

Auflösung Oktober:

Gesucht war die dicke Bohne, auch Saubohne oder Puffbohne genannt. Die Lewinsky-Affäre hat mit ihr nichts zu tun, weil die   dicke Bohne bis heute in den USA unbekannt ist. Ihre vielen Namen finden wir ungerecht und plädieren für eine Umbenennung.

 

GEMÜSERÄTSEL | SEPTEMBER 19

 

Na, schon mal Hofpasteren-Eintopf gegessen, oder Tugendblemesalat?
Ich möchte wetten: ja. Denn beide sind Klassiker auf dem deutschen Mittagstisch. Übrigens: Für den Salat gibt es sehr unterschiedliche Rezepte. C. hat viele Namen, im deutschen Sprachraum ungefähr 50 Trivialnamen, die regional verwendet werden oder wurden. Blutströpflin zum Beispiel, Schatthuatbengel oder Kattenklawe, alles dasselbe Gemüse. Seit der Jungsteinzeit ist C. als hartherzig bekannt. Züchter versuchen das schon seit langer Zeit zu behandeln: Es soll ein weiches Herz werden. Es gibt nur wenige Kinder, deren kulinarische Laufversuche nicht von Wild Peterling begleitet wurden. Auch die Kosmetikindustrie interessiert sich für das Gemüse. C., oder auch Beschlossene genannt, werden weltweit gegessen und auch gerne getrunken. Das Lustigste an unserem Septembergemüse ist allerdings seine Farbe: Früher war es weiß oder gelb, dann wurde ihm eine andere Farbe angezüchtet und das Ergebnis einem europäisches Königshaus gewidmet... im 16. Jahrhundert war das. Seitdem essen wir die Maidele nur sehr selten weiß und gelb, dann schon eher ganz modern violett. Und C. ist zugegebenerweise nicht der erste Buchstabe unseres gesuchten Septembergemüses in deutscher Sprache, sondern auf Englisch, Französisch, Igbo und so weiter. Auf Estnisch heißt es genauso wie hier, und auf Haiti- Kreolisch beginnt des tolle Gemüse mit K., wie im Deutschen, wo es auch manchmal mit M. beginnt, und keiner kennt den Unterschied.

 

Auflösung September:

Das gesuchte Gemüse heißt Karotte oder Mohrrübe