kultur

wer isst was wann wo mit wem warum?

Literatur zum Essen - Nichts für Konfirmanden, ganz gleich wie alt sie sind! Kästners wildes Berlin der 20er

Freitag 17. April 2020, 19 Uhr

Er nahm einen Schluck Kaffee und fuhr zusammen. Das Zeug schmeckte nach Zucker. Seitdem er, zehn Jahre war das her, in der Mensa am Oranienburger Tor dreimal wöchentlich Nudeln mit Sacharin gegessen hatte, verabscheute er Süßes. Er zündete sich eilig eine Zigarette an und rief den Kellner. "Womit kann ich dienen?" fragte der. "Antworten sie mir auf eine Frage "Bitteschön." "Soll ich hingehen oder nicht?"
Wir begleiten Erich Kästner ins aufregende Berlin der 20er Jahre: Paul Sonderegger liest aus „Fabian“, kultur serviert Budikerbuffet mit
Graupensuppe 'Echt knorke', Preußischer Butterfisch mit glacierten Berliner Schluppen und Berliner Luft.

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Märchenfrühstück im Beduinenzelt

Sonntag, 5. und 19. April 2020, 11 Uhr

Michael Leese liest Märchen vor und berichtet von der traditionellen Lebensweise in einem Beduinenzelt. Märchenlesung für Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren.

An einem heißen Sommertag war der Hodscha mit seinem Esel unterwegs. Mittags legte er sich zur Rast in den Schatten eines Walnussbaumes. Ganz in der Nähe sah er ein Feld voller reifer Wassermelonen. Nasreddin Hodscha dachte eine Weile nach, dann sagte er: "Wie eigenartig ist doch Gott, der die großen Wassermelonen so geschaffen hat, dass sie an einem kleinen Stengel wachsen, während die kleinen Walnüsse an einem riesiggroßen Baum wachsen." Genau in diesem Moment fiel eine Walnuss vom Baum und traf den Hodscha
am Kopf. Nasreddin Hodscha rieb seinen schmerzenden Schädel und sagte sinnend: "Gott weiß es doch am besten, warum die Wassermelonen nicht auf Bäumen wachsen."

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