kultur

wer isst was wann wo mit wem warum?


Café im Jüdischen Museum

Lindenstraße 9-14
10969 Berlin

T. (030) 948592982

Öffnungszeiten: 10 - 20 Uhr; warme Küche 12 -15 Uhr

Seit April 2018 betreibt eßkultur die Gastronomie im Jüdischen Museum Berlin. Sie können hier unser Frühstück Jerusalem kosten, den täglich wechselnden Mittagstisch kennenlernen oder Kaffee und selbstgebackenen Kuchen genießen. Bei schönen Wetter können Sie im Glashof entspannen, dieser ist wie der Museumsgarten oder das Café auch ohne Museumeintritt zugänglich. Unsere Gasträume können Sie exklusiv mieten. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an info@esskultur-berlin.de oder T. (030) 68089344.

 

 

Wandtexte in unseren Gasträumen:

Koscher

Wer koscher kocht, der mischt Milchiges nicht mit Fleischigem. Manchmal gibt es sogar zwei Küchen: eine für Milchiges, eine für Fleischiges. In koschere Haushalte werden zwei Bestecksorten und zwei Geschirrsorten verwendet Die zweite wichtige Regel ist: Nur Paarhufer, die auch wiederkäuen, dürfen gegessen werden. Schweine, Hasen und Kamele zum Beispiel zählen nicht dazu. Wir kochen hier alles in einer Küche. Und wir kochen weder Kamele noch andere nach dem Kaschrut den jüdischen Speisegesetzen verbotene Tiere. Vviel Vegetarisches, Fische, die wie Fische aussehen und Flossen oder Schuppen haben. Wir verwenden keine Zutaten, die nach der Kaschrut, nicht erlaubt sind. Und manchmal gibt es für alle, die es mögen, Milchiges und Fleischiges gemischt.

 

Festessen…

…können wirklich schön sein. »Matze«, מייז – ein ungesäuertes Brot – kommt unbedingt zum Pessachfest auf den Tisch, denn da feiert man den Auszug aus Ägypten. Logisch, dass man beim Umzug nicht Sauerteig mitnehmen kann. Und so haben die Juden beim Auszug aus Ägypten das Brot einfach aus Mehl und Wasser gebacken. Zu Chanukka wirds ölig: Zur Erinnerung an das »Tempelölwunder« gibt es »Sufganiyah«, סופגנייה oder סופגניה, Krapfen mit Marmeladenfüllung oder »Latkes«, לביבות, Kartoffelpuffer. Ganz gleich, um welche Leckerei es sich handelt: Hauptsache sie sind in Öl gebacken! Und zu Rosch ha-Schana, dem jüdischen Neujahrsfest werden Apfelstücke in Honig getaucht, damit das kommende Jahr ein süßes Jahr wird. Probieren wir hier auch!

 

 

Heimat schmeckt…

…jedem Mensch ganz anders – geprägt von Familie, Ort und dem Jahrhundert, in dem man aufgewachsen ist. Oft auch von der Religion. Es gibt nationale Küchen. Und es gibt die jüdische Küche. Sie ist nicht »national«, sondern in angereichert durch die Regionen, in denen jüdische Menschen leben und lebten: Chease cake und Bagel, Borscht und Challa, Gefilte Fisch und Hummus, Strudel und Sladko.

Man unterscheidet noch in die aschkenasische und die sephardische Küche. Die Rezepte der jüdischen Küche sind aus aller Welt. Nachgekocht und kreativ ins »Koschere« übersetzt. Die jüdische Küche ist wohl die einzige »nationale Weltküche«.

 

Schabbat ist…

in der jüdischen Kultur der siebte Tag der Woche. Am Schabbat soll der Mensch ruhen! Ohne Smartphone, ohne Arbeit. Toll, wie cool ist das denn?Vom Sonnenuntergang am Freitag bis es am Samstag dunkel wird. Fromme Juden gehen an dem Tag in die Synagoge. Man darf auf keinen Fall kochen! Das heißt, das Essen wird am Vortag schon auf den Herd gestellt und bis zum nächsten Tag bei niedriger Temperatur gegart. Das nennt man »Tscholent« oder »Tschulent«. In vielen Regionen gibt es andere Namen für dieses Eintopfgericht: »Schalet«, »Chamin«, »Fludn«, »Kugel«. Wir servieren hier samstags jüdische Eintopfgerichte, wie immer sie auch heißen…