Der Schalk im Nacken: Eulenspiegel und Nasreddin Hodscha 

Freitag, 27. Januar  19 Uhr
Gastraum Dahlem
 
„Hast du den Klang der Münzen gehört?“, fragte Nasreddin.
„Natürlich habe ich ihn gehört“, sagte der Wirt. „Ich bin nicht taub.“
„Dieser Bettler hat dir den Geruch deines Essens mit dem Klang seines Geldes bezahlt. Ihr seid quitt!“, sagte Nasreddin, ließ den verdutzten Wirt stehen und ging mit dem Bettler davon.

 Das Schalktum ist international: In Deutschland erzählt man von Eulenspiegel, im Orient von Nasreddin Hodscha. Beide lebten angeblich im 13./14. Jahrhundert - der eine als Rumtreiber in Norddeutschland, der andere als religiöser Gelehrter und Richter (!) in Anatolien - , beide waren mal witzig, mal derb, und manche ihrer Geschichten ähneln sich. Aber gegessen haben sie sehr unterschiedlich!
Dorothee Nolte liest Schwankgeschichten aus dem Eulenspiegel-Volksbuch und Anekdoten vom Nasreddin Hodscha, der bis heute in der ganzen islamischen Welt bekannt und beliebt ist. 
eßkultur serviert dazu schalkhafte Speisen aus dem europäischen und orientalischen Mittelalter. 
Was ist übrigens der Plural von Schalk? Schalks, Schalke, Schälke? Hauptsache, man nimmt sich vor ihnen in Acht. 


 
Kosten: 40 Euro